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  • Cassy aus der Sonne, Juni im Herbst

Judith tötet Holofernes - Gedicht zum Gemälde

Mein Gedicht hat rein gar nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun. Es drückt nur aus, was ich in diesem Bild sehe und wie ich mir die Szene vorstelle, ihre Leute, ihren Hintergrund. Für mich sieht Judith wie eine Lustmörderin aus, mit ihrer Dienerin im Hintergrund. Alles sieht so sanft aus…nichts außer das Messer und die Leiche erinnern an Mord.

Stiller Mord…

Ein Flüstern, wie ein sanftes Liebeslied

Doch kündigt an den Lebensdieb

Süße Stimme, süß wie der Tod

Ein heller Ton, doch dunkelrot

Der Engel mit der zarten Klinge

Kommt näher, Schritte wie Schwinge

Sein Opfer ruht im Schlaf

Ob sie seine Träume stören darf?

Er erwacht, geweckt vom Engelsklang

Sieht ihre Augen, einen Augenblick lang

Welch Ruhe in der Stille liegt

Doch etwas geschieht, das Gott nie vergibt

(Stilistischer Umbruch; nach dem Mord)

Ihr Lachen erst still

Wird laut und schrill

Das Schweigen zerbricht

Zerstört das Engelsgesicht

Die Alte schreit

“Es ist soweit!”

Das Leben ist besiegt

Und die Macht, so geliebt

Lässt dich, statt zu ruh’n

Solch Böses tun

So schwarz und dunkel

Man hört das Gemunkel

“Wer vollzog den Mord?”

Hier, an diesem Ort

Wer sitzt an des Todes Seit’

Wer ist sein gottverlassenes Weib?

This entry was posted on Mittwoch, Mai 21st, 2008 at 15:07 and is filed under Emotionen. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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